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Ein Artikel aus der
Südostbayerischen Rundschau, 31.03.2009
Fridolfing. Die Mitglieder der Direktvermarkter zwischen Watzmann und
Waging trafen sich in Schifferleiten zu ihrer achten
Mitgliederversammlung. Als neues Mitglied wurde die Gemeinde Ainring
aufgenommen. Zwei Männer der ersten Stunde, Hartmut Heinrich und Peter
Fritzenwenger, legten ihre Ämter nieder. In seinem Rückblick berichtete
1. Vositzender Alois Beer von einem ruhigen, aber ausgefüllten
Vereinsjahr.
Der Höhepunkt war sicherlich die dreitägige Herbstfahrt, die dieses Mal
unter dem Moto "Wienerwald ohne Wien" vom Schriftführer Hartmut Heinrich
vorbereitet und durchgeführt worden war. Beer äußerte sein Bedauern,
dass Heinrich diese einmalig guten Fahrten nicht mehr organisieren wird.
Dann legte Peter Fritzenwenger seinen letzten Kassenbericht vor. Die
Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig. Auch gegen die Höhe
des Mitgliedsbeitrages im Jahr 2009 hatten die Mitglieder keine
Einwände. Da die nächste Mitgliederversammlung mit Wahlen erst im Jahr
2011 ist, musste ein kommissarischer Kassier benannt werden. Es ist dies
Marlies Kern aus Perach bei Ainring. Die kommissarische
Schriftführertätigkeit übernimmt Annemarie Hofstetter-Hack. Sie ist
dienstlich beim Amt für Landwirtschaft und Forsten in Traunstein mit der
Betreuung der Direktvermarkter beauftragt.
Die Planung der Aktivitäten im Jahr 2009 war der nächste
Tagesordnungspunkt. Die Betreuung der Homepage www.direkt-ab-hof.de
übernimmt weiterhin Gudrun Rehrl aus Feldkirchen bei Ainring. Gemeinsam
wurde festgelegt, welche Betriebe in den kommenden Monaten Daten und
Besonderheiten liefern werden. Da die Direktvermarkter beschlossen
hatten, Antrag auf Aufnahme in der Genossenschaft RegioStar zu stellen,
wird Gudrun Rehrl in diese Zusammenarbeit eingebunden.
Interessant waren dann die Ausführungen von Franz Galler aus Ainring zur
derzeitigen Finanzkrise. Die Direktvermarkter gingen mit ihrer
Strategie, ihren Hof auf mehr Säulen zu gründen, den richtigen Weg.
"Ganz im Sinne von Leopold Kohr bewahrheitet es sich, dass small
wirklich beauty ist", so Galler. Um mehr von den Ideen Kohrs zu
erfahren, wird eine Lehrfahrt nach Bramberg im Oberpinzgau zum
Seminargebäude Kammerlanderstall ausgeschrieben.
Im Juni werden sich die Direktvermarkter am Brückenfest in Hammerau
beteiligen und ebenfalls im Juni wird eine Almwanderung zur
Höllenbachalm gemacht, wo das Mitglied Hans Gruber seine Alm vorstellen
wird. Weiters ist eine Drei-Tagesfahrt nach Sachsen geplant, wo der
Besuch von sächsischen Direktvermarktern erwidert wird. Weitere
Aktivitäten werden dann in bewährter Weise bei den Stammtischen geplant
Beim nächsten Tagesordnungspunkt schlug Alois Beer vor, den bisherigen
Schriftführer Hartmut Heinrich zum Ehrenmitglied zu ernennen. Mit einer
Gegenstimme wurde dieser Antrag angenommen. Beer bedankte sich bei
Heinrich mit einem kleinen Rückblick, in dem er auf dessen Verdienste
hinwies. Er und der damalige VLF Vorsitzende Georg Auer seien die
treibenden Kräfte bei der Gründung der Direktvermarkter gewesen. Gegen
vielfältige Widerstände, die auch vom Bauernverband ausgingen, hätten
die beiden ihr Ziel verfolgt und seien dabei vom Maschinenring und von
der Anbietergemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof unterstützt worden.
Beer betonte, dass es solche Berater wie Heinrich in ganz Deutschland
nur ganz wenige gebe und überreichte ihm als Dank ein sehr schönes
Rupertikörberl und seiner Frau Marlene ein wunderbares
Seidenblumengesteck.
Er werde den Direktvermarktern als normales Mitglied mit allen Rechten
und Pflichten weiter nahe stehen, sagte Heinrich. Er versprach, zum Jahr
2011 eine Chronik 20 Jahre organisierte Direktvermarktung im
Berchtesgadener Land und im Rupertiwinkel zu erstellen.
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